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Interview: Ernst Holzmann - Mit Champions gegen den Fachkräftemangel

Mit Champions gegen den Fachkräftemangel

Eine bundesweite Bildungsinitiative für junge Menschen

Herr Holzmann: Sie unterstützen als Schirmherr die Bildungsinitiative für junge Menschen, „Making of a CHAMPION“ (MoC). Was verbirgt sich genau dahinter und was sind Ihre Beweggründe für Ihr entsprechendes Engagement?
Bei der „Champion-Initiative geht es darum, junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren auf dem Weg in das „richtige“ Leben zu begleiten und entsprechend zu qualifizieren. Dabei geht es weniger um Wissensvermittlung, sondern mehr um die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung mit besonderem Fokus auf das Vermitteln von Werten, wie sich selber Ziele setzen, Verantwortung übernehmen und Einsatz zeigen.

Initiiert wurde meine Unterstützung durch meine vielfältigen Kontakte mit Verantwortlichen in Unternehmen, welche ja fast schon verzweifelt auf der Suche nach motivierten, qualifizierten und engagierten Nachwuchskräften sind, und durch meine direkten Erfahrungen mit Jugendlichen, auch als Dozent an verschiedenen Hochschulen.

Ein Interview mit Ernst Holzmann - Redner zum Thema Management

Sie sprechen von einem hohen Bedarf bei Unternehmen, wie passt dies mit den aktuellen Arbeitsmarktzahlen zusammen, immerhin gibt es ja immer noch knapp 3 Millionen als arbeitslos gemeldete Menschen in Deutschland, auch mit einem hohen Anteil an Jugendlichen?
Das paradoxe und schwierige an dieser Situation ist, dass hier das Angebot (an Arbeitssuchenden) und die Nachfrage der Unternehmen immer weiter auseinander läuft. Sowohl regional, als auch auf Branchen bezogen. Es gibt Regionen (z.B. in Bayern und Baden Württemberg), in denen fast Vollbeschäftigung herrscht, während z.B. in Sachsen Anhalt die Zahl der Arbeitslosen in den letzten Jahren sogar leicht gestiegen ist. Und weil immer mehr Jugendliche in Studienberufe drängen, leiden gerade das Handwerk und die Dienstleistungsbranche unter dieser Entwicklung, weil hier auch die Anzahl von Auszubildenden immer weniger wird.

Ist diese Entwicklung nur eine Momentaufnahme, und welche Einflussfaktoren spielen noch eine zusätzliche Rolle?
Die Suche nach qualifizierten und motivierten Fachkräften wird in den nächsten Jahren dramatisch zunehmen und wird zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für die Unternehmen. So gehen seriöse Prognosen zur demografischen Entwicklung der Bevölkerung davon aus, dass schon in 10 Jahren ca. 7 Millionen Fachkräfte in Deutschland fehlen werden. Da wird es dann auch nicht besonders viel helfen, wenn das Kindergeld erhöht oder das Renteneintrittsalter verlängert wird. Erschwerend kommt hinzu, dass die Abbruchquote bei Auszubildenden erschreckend hoch ist, im Schnitt sprechen wir von ca. 20%.

Und hier soll die Bildungsinitiative „Making of a CHAMPION“ ansetzen, richtig? Ist die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen aber nicht eigentlich Aufgabe der Eltern, von Schulen, oder anderer Bildungsorganisationen?
Grundsätzlich sollten natürlich auch die Schulen ihren pädagogischen Erziehungsauftrag wahrnehmen, genauso steht natürlich das Elternhaus in der entsprechenden Pflicht. Aber schon aufgrund der enorm hohen Anforderungen an Schüler und Lehrer bzgl. Wissensvermittlung bleibt in den Schulen relativ wenig Zeit und Raum, sich auch noch um andere Themen zu kümmern. Und gerade, wenn beide Elternteile berufstätig sind und vielleicht auch noch schwierige soziale Verhältnisse gemeistert werden müssen, bleibt auch hier oft manches auf der Strecke. 

Sie haben über Wertevermittlung gesprochen. Was muss man sich darunter genau vorstellen?
Um Champion zu werden, sein Leben entsprechend zu meistern, gehören einfache, selbstverständliche Dinge dazu, die aber aus den beschriebenen Gründen eben nicht mehr im täglichen Leben vorkommen oder vorgelebt werden. Es geht dabei z.B. um Respektvollen Umgang, sich motivierende Ziele setzen, mit Konzentration und Motivation an diesen Zielen arbeiten, aber auch um Verantwortung für sich selber, die Gesellschaft und für die Umwelt zu übernehmen

Und wenn Sie über eine ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung sprechen, was ist damit gemeint?
Hier kann man das sog. „Lebensrad“ als Beispiel nehmen, welches aus mehreren „Speichen“ besteht, welche wiederum gleich ausgeprägt sein sollten.  Vom Kümmern um seinen eigenen Körper, einen ausfüllenden Beruf, der auch ein entsprechendes Einkommen gewährleistet, bis hin zu Teilnehmen an der Gesellschaft und an kulturellen Angeboten. Über Werte und Moral habe ich schon gesprochen und dass man sich nicht nur um seinen Körper, sondern auch um seinen Geist und ganz speziell natürlich auch um seine Familie kümmern sollte, ist ebenfalls Bestandteil dieser Initiative.

Interview Ernst Holzmann Mit Champions gegen den Fachkräftemangel


Die Ziele und der Inhalt dieser Initiative sind jetzt verstanden, wie ist denn eigentlich der Ablauf, wer kann sich daran beteiligen und wie?

Initiator der Bildungsinitiative ist der mitteleuropäische Partner des global tätigen Bildungsinstitutes „Leadership Management International“, innerhalb derer die Umsetzung des Programmes „Making of a CHAMPION“ erfolgt. Gemeinsam mit interessierten Unternehmen oder Organisationen, welche sich als Paten oder Sponsoren an der Initiative beteiligen, werden bundesweit die beschriebenen Inhalte vor Ort an die Jugendlichen vermittelt, mit einem Stundenaufwand von ca. zwei Stunden pro Woche und über eine Dauer von knapp 10 Monaten. Dabei werden alle Formen des „Lehrens“ eingesetzt, von spannenden Events, speziellen Vorträgen, Gruppen- und Projektarbeiten bis hin zu speziellen Exkursionen. Mitmachen können prinzipiell alle Jugendlichen von 15 bis 25 Jahren, egal ob mit Hauptschulabschluss, oder schon mit abgeschlossenem Studium.

Das klingt doch nach ganz schön viel Aufwand, wie wird denn der Kurs finanziert?
Nicht nur nach dem Prinzip „Was nichts kostet ist nichts wert“, werden die Kurse von ausgebildeten und zertifizierten Kursleitern organisiert und moderiert. Der dadurch entstehende Aufwand von weniger als 200 Euro pro Monat wird größtenteils von den beteiligten Unternehmen übernommen, welche sich aus den beschriebenen Gründen immer stärker an dieser Initiative beteiligen.

Jetzt kommen wir noch einmal auf die bereits am Anfang gestellte Frage zurück. Was ist Ihre Rolle bei diesem Projekt und was sind Ihre Motive für eine entsprechende Unterstützung und Begleitung
Ich war mehr als dreissig Jahre in verantwortlichen Führungspositionen bei verschiedenen Unternehmen in der Wirtschaft. Dabei habe ich gelernt, dass für einen entsprechenden Erfolg „Menschen den Unterschied ausmachen“ und es natürlich auch auf das Wissen und Können der Mitarbeiter/innen ankommt. Aber mindestens genauso wichtig sind die schon angesprochenen Eigenschaften wie Verantwortung für sein Tun (und damit für das Unternehmen) übernehmen, Ausdauer, Disziplin, nachhaltig zu wirtschaften und als echte Persönlichkeit zu wirken. Und wenn wir über Zusammenhalt und Zusammenspiel im Team sprechen, kommen wir zu meiner zweiten Motivation und meiner zweiten Leidenschaft, dem Fußball.

Hier habe ich jahrelang als Trainer von Jugendlichen erlebt, dass Fußball tatsächlich die Schule fürs Leben ist, gerade wenn es wieder um die erwähnten Werte wie Respekt, Fair Play, nicht aufgeben und gegenseitige Unterstützung geht. Und „last but not least“ spielt natürlich auch eine Rolle, dass ich Vater von drei jetzt schon erwachsenen Kindern bin, bei der Erziehung auch nicht alles richtig gemacht habe und dabei oft froh über eine professionelle Unterstützung gewesen wäre. Auch aus diesen Gründen gebe ich meine Erfahrungen gerne an die junge Generation weiter. Ich hoffe als „Botschafter“ für dieses Projekt auf zahlreiche, zukünftige CHAMPIONS, auch weil die Jugend ja unsere Zukunft ist.

Ein Interview mit Ernst Holzmann

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